Gegen Jugendverbote - für einen echten Generationendialog
Pro Juventute bekämpft den aktuellen politischen Trend, der die gesellschaftliche Integration von Jugendlichen vor allem mit Verboten und Regulierungen erreichen will.
Zürich, 18. Februar 2010. – Immer häufiger beschliessen erwachsene Politiker/innen Verbote gegen Jugendliche. Pro Juventute bekämpft die aktuelle „Verbotswelle“ gegen Jugendliche und setzt sich für einen echten Generationendialog ein.
Es ist der Beziehung zwischen Jung und Alt nicht zuträglich, wenn erwachsene Politiker/innen mit immer neuen Verbotsideen den Alltag der Jugendlichen in der Schweiz zureglementieren.
Politiker/innen von links bis rechts beteiligen sich am Verbotsreigen – so zum Beispiel mit Vorstössen für untaugliche „Killergame-Verbote“ für Jugendliche.
Als Betreiberin verschiedener Jugendangebote und des grössten Beratungsangebotes für Jugendliche – der Telefon-/Online-Beratung „Pro Juventute Beratung + Hilfe 147“ kennt die Stiftung Pro Juventute die Sorgen und den aktuellen Druck auf Jugendliche und fordert daher die politisch Verantwortlichen in Gemeinden, Kantonen und Bund auf, den Dialog mit den Jugendlichen auf- und ernstzunehmen.
Jugendverbote gefährden den Generationendialog
Momentan bricht gerade über die Schweizer Jugendlichen eine eigentliche Verbotswelle herein:
- Ausgehverbote für Jugendliche: verschiedene Gemeinden haben in den letzten Monaten Ausgehverbote für Jugendliche erlassen, obwohl Gerichte dies als grundrechtswidrig beurteilen,
- Handy-Verbote für Jugendliche: verschiedene Gemeinden und Schulen erlassen Verbote für Mobiltelefone und andere elektronischen Geräte, statt Jugendlichen Medienkompetenz zu vermitteln wie es beispielsweise Pro Juventute mit dem Workshop-Projekt „Handyprofis“ tut,
- Computergames-Verbote für Jugendliche: die vorberatende Ständeratskommission will in der kommenden Frühjahrsession so genannte „Killergames“ verbieten, obwohl auch hier verschiedene nachhaltigere Ansätze – auch von Pro Juventute – vorliegen.
Um in der Schweiz die Generationenbeziehungen zu verbessern, braucht es neben konkreten Projekten zum Generationendialog unbedingt auch eine Politik, die Jugendliche als mündige Bürger von morgen anerkennt und in ihrer Entwicklung stärkt.
Für weitere Informationen:
Pro Juventute, Stephan Oetiker, Direktor, Thurgauerstrasse 39, 8050 Zürich, Tel. 044 256 77 77
Pro Juventute, Matthias Vatter, Leiter Public Affairs, Thurgauerstrasse 39, 8050 Zürich, Tel. 079 352 8144, E-Mail: matthias.vatter(at)projuventute.ch
Wir machen uns stark für Kinder und Jugendliche in der Schweiz
Pro Juventute unterstützt Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern auf dem Weg zu selbst- und sozialverantwortlichen Persönlichkeiten. Mit vielfältigen Angeboten hilft die Stiftung direkt und wirkungsvoll. Sie bietet spannende und gut frequentierte Dienstleistungen wie die Pro Juventute Beratung 147 oder die Pro Juventute Elternbriefe an. Davon profitieren jährlich nicht weniger als 300 000 Kinder und Jugendliche in der Schweiz.

