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Pro Juventute gewinnt «Ritter der Kommunikation»
Die Kinder- und Jugendorganisation Pro Juventute gewinnt mit ihrem Projekt «Handyprofis», das die Medienkompetenz bei Jugendlichen fördert, die begehrte Auszeichnung «Ritter der Kommunikation». Anlässlich einer Fachtagung wurden die Projektverantwortlichen durch Bundesrat Moritz Leuenberger persönlich geehrt.

«Der Preis zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind», freut sich Roland Wittwer, der das Projekt Handyprofis für Pro Juventute aufgebaut hat und den Pilotversuch seit einem Jahr leitet. Auch aus den Schulen, wo er und seine Fachleute regelmässig Workshops abhalten, kriegt Wittwer ausschliesslich positive Feedbacks. «Ein solches medienpädagogisches Angebot ist heute unbestritten ein Bedürfnis», weiss auch David Häne, Geschäftsleitungsmitglied von Pro Juventute.
Der «Ritter der Kommunikation» wird vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) seit 2001 verliehen – und Pro Juventute erhält dieses Jahr einen der drei Hauptpreise, so die Jury, weil durch das Projekt Handyprofis die wichtige «digitale Integration» der Kinder und Jugendlichen gefördert werde. Heute wurde dieser Preis von Bundesrat Moritz Leuenberger an einer Fachtagung in Solothurn feierlich überreicht.
Mit halb- und ganztägigen Workshops an Schulen lernen 10- bis 18jährige beim Projekt Handyprofis den konstruktiven Umgang mit ihrem Mobiltelefon. Sie erfahren, wie sie mit problematischen Inhalten (Prügelszenen, Pornographie etc) umgehen oder wie sie als Opfer von Cybermobbing, Stalking oder Happy Slapping reagieren sollen.
Projektleiter Roland Wittwer würde sich freuen, wenn durch den Preis auch ein zusätzlicher Geldgeber gefunden werden könnte, um das Projekt in Zukunft noch an mehr Schulen in der ganzen Schweiz anbieten zu können. «Medienkompetenz wird eines der ganz wichtigen Zukunftsthemen für unsere Gesellschaft sein», so Wittwer, «und unser Angebot ist umso wichtiger, weil es in der Schweiz bisher einzigartig ist.»
