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Pro Juventute unterstützt Jugendliche im Umgang mit Medien
Die Kinder- und Jugendorganisation Pro Juventute hat heute – am «Internationalen Tag der Kinderrechte» – eine Petition mit beinahe 50'000 Unterschriften beim Eidgenössischen Parlament in Bern eingereicht. Ziel ist ein besserer Schutz für Kinder und Jugendliche vor Gewalt und Pornographie in den Medien. Vor allem aber engagiert sich Pro Juventute auch gezielt in der Prävention und Beratung und bietet Projekte zur Förderung von Medienkompetenz an.

«Die Förderung von Medienkompetenz bei Jugendlichen ist eines der Megathemen unserer Zeit», äusserte sich Stephan Oetiker, Direktor von Pro Juventute, heute sehr dezidiert. Begleitet von Nationalrätin Barbara Schmid-Federer, die sich in dieser Thematik ebenfalls stark engagiert, übergab er am heutigen «Internationalen Tag der Kinderrechte» eine Petition an die Rechtskommission des Parlaments.
Mit den total 48'060 Unterschriften, welche die Mitarbeiter und Freiwilligen der Kinder- und Jugendorganisation Pro Juventute gesammelt haben, wollen sie erreichen, dass eine schweizweit einheitliche Regelung im Jugendmedienschutz geschaffen und effektive Präventionsarbeit bezüglich der Darstellung von Gewalt geleistet wird. Der heute vorherrschende kantonale Wildwuchs ist keine Antwort auf die Herausforderungen der modernen Mediengesellschaft.
«Bei der Regulierung sind wir auf den Bund angewiesen», so Stephan Oetiker, «aber wenn es um die Förderung von Medienkompetenz und Prävention geht, können und wollen wir selbst aktiv sein.» Bereits heute engagiert sich Pro Juventute stark in der Prävention von Gewalt und Pornographie und in der Vermittlung von Medienkompetenz, z.B. mit dem Projekt «Handyprofis», das gezielte Experten-Workshops an Schulen anbietet und die Kinder und Jugendlichen vor problematischen Inhalten (Prügelszenen, Pornographie etc) warnt und im konstruktiven Umgang mit dem Mobiltelefon schult. Vor wenigen Tagen wurde dieses medienpädagogisch wichtige Angebot von Bundesrat Moritz Leuenberger persönlich mit dem Preis «Ritter der Kommunikation» ausgezeichnet.
Auch mit dem Beratungs- und Notfallangebot 147, welches täglich von 750 Kindern und Jugendlichen (per Telefon, SMS oder Chat) genutzt wird, leistet Pro Juventute mit seinen Fachleuten ganz wichtige Präventions- und Unterstützungsarbeit. «Und in Zukunft wollen wir unsere Kompetenz im Bereich Medien mit lösungsorientierten Projekten noch weiter ausbauen und so die Kinder und Jugendlichen in unserm Land stärken. Denn eines ist klar: Verbote und Regulierungen alleine bringen nichts», gibt sich Direktor Stephan Oetiker kämpferisch. «Dafür sind wir aber auch auf Spenden der Bevölkerung, auf Unterstützung der öffentlichen Hand oder auf Unternehmenspartnerschaften angewiesen, denn alle diese Angebote müssen natürlich finanziert sein.»
