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Grossartiges Echo auf Pro Juventute-Petition
Drei Wochen nach der Lancierung der Petition «Stopp der (un)heimlichen Gewalt» hat Pro Juventute bereits über 10’000 Unterschriften gesammelt. Diese überaus grosse Resonanz bestätigt die Stiftung in ihrem Vorgehen gegen Gewalt in Unterhaltungsmedien. Pro Juventute sammelt weiterhin Unterschriften für die Petition mit dem Ziel, einen schweizweit einheitlichen und verbindlichen Kinder- und Jugendmedienschutz zu schaffen.

Am 20. September 2007 hat Pro Juventute die nationale Petition «Stopp der (un)heimlichen Gewalt» gestartet. Damit fordert die Stiftung die politischen Instanzen auf, eine zeitgemässe und wirksame Regelung für den schweizerischen Kinder- und Jugendmedienschutz zu erlassen und die Kompetenz im Umgang mit Unterhaltungsmedien bei Kindern, Jugendlichen und Eltern zu fördern. Drei Wochen nach dem Start der Petition hat Pro Juventute bereits 10’000 Unterschriften gesammelt. Josiane Grandjean, CEO von Pro Juventute, freut sich über dieses grosse Echo: «Dies zeigt uns, dass die Forderungen der Petition auch in der Öffentlichkeit starke Unter-stützung finden und bestärkt uns darin, dass Pro Juventute für den Schutz von Kindern und Jugendlichen auf dem richtigen Weg ist.»
Der Kinder- und Jugendmedienschutz weist in der Schweiz grosse Lücken auf und Gewaltdarstellungen in Unterhaltungsmedien sind heute fast unkontrolliert zugänglich. Die Reaktionen der Öffentlichkeit auf die Lancierung der Petition zeigen, dass eine einheitliche Altersregelung für alle Unterhaltungsmedien gefordert ist: Internet, Videos, Handy, Kinofilme und Fernsehen. Bei den Altersfreigaben für Videos und Computerspiele handelt es sich um Eigendeklarationen der Hersteller. Kinofilme werden teilweise von staatlichen Kommissionen beurteilt, allerdings gilt praktisch in jedem Kanton eine andere Regelung. Aus diesem Grund fordert Pro Juventute eine unabhängige nationale Zertifizierungsstelle, die Computerspiele, Videos und auch Kinofilme prüft und schweizweit einheitliche Altersfreigaben für verbindlich erklärt. Eine rein staatliche Kontrolle erachtet Pro Juventute im schnellen technischen Wandel des Medienbereichs als überholt und schlägt deshalb eine Kooperationsstrategie von Staat und Branchenverbänden vor, die als «regulierte Selbstregulierung» in anderen Ländern bereits umgesetzt wird.
Neben einem einheitlichen Kinder- und Jugendmedienschutz setzt sich Pro Juventute auch für die Prävention ein. Reaktionen auf die Petition zeigen, dass insbesondere Eltern mit der rasanten Entwicklung der heutigen Unterhaltungsmedien oft nicht Schritt halten können. Mediennutzung jedoch schafft Medienkompetenz. Dies gilt für Kinder wie auch für Erwachsene. Eltern, die ungeübt im Umgang mit neuen Medien sind, kann es helfen, wenn sie zusammen mit ihrem Nachwuchs spielen. Sie lernen so die digitale Welt der Kinder kennen und gegebenenfalls auch gleich den Umgang mit neuen Medien. Klare Absprachen über den Medienkonsum oder ein wöchentlicher Zeitrahmen für Fernsehen, Computer- und Videonutzung sind zusätzliche Mittel, die Eltern helfen, über den Medienkonsum ihrer Kinder informiert zu bleiben. Unterstützt wird die Pro Juventute-Petition «Stopp der (un)heimlichen Gewalt» von der Zeitschrift «wir eltern» als Medienpartner.
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